Glycerin/CAS:56-81-5
Beschreibung:
Glycerin ist ein farbloser, viskoser, hygroskopischer, süß schmeckender dreiwertiger Alkohol. Es wird auch Glycerin genannt, wobei der Begriff Glycerin als Bezeichnung für die reine chemische Form bevorzugt wird und der Begriff Glycerin(e) vorwiegend verwendet wird, wenn die Verbindung in verschiedenen Reinheitsgraden kommerziell eingesetzt wird.
Spezifikation:
| Artikel | Spezifikation |
| Schmelzpunkt | 20 °C (Lit.) |
| Siedepunkt | 290 °C |
| Dichte | 1,25 g/ml (Lit.) |
| Dampfdichte | 3.1 (gegen Luft) |
| Dampfdruck | <1 mm Hg ( 20 °C) |
| Brechungsindex | n20/D 1.474(lit.) |
| Fp | 320 °F |
| Lagertemperatur. | Bei +5 °C bis +30 °C lagern. |
| Löslichkeit | H₂O: 5 M bei 20 °C, klar, farblos |
| Bilden | Zähflüssige Flüssigkeit |
| Farbe | APHA: ≤10 |
| pH-Bereich | 5,5-8 |
Verwendung
Die Eigenschaften von Glycerin machen es für zahlreiche Anwendungen nützlich. Die drei Hydroxylgruppen im Glycerin ermöglichen ausgedehnte Wasserstoffbrückenbindungen, die ihm seine charakteristische sirupartige, viskose Konsistenz und seine hygroskopischen Eigenschaften verleihen. Rund 40 % des Glycerins werden für Körperpflegeprodukte wie Kosmetika, Seifen, Shampoos, Lotionen, Mundwasser und Zahnpasta verwendet. Aufgrund seiner hygroskopischen Eigenschaften eignet sich Glycerin gut als Feuchtigkeitsspender in Hautpflegeprodukten. Weitere 25 % der jährlichen Glycerinproduktion fließen in die Lebensmittelindustrie. Dort wird Glycerin als Feuchthaltemittel, als Lösungsmittel für Lebensmittelfarben und Sirupe, zur Verhinderung der Zuckerkristallisation in Süßigkeiten und Zuckerguss, als Konservierungsmittel und als Süßungsmittel eingesetzt. Etwa 10 % des Glycerins werden in der Tabakverarbeitung verwendet, wo es vor dem Zerkleinern auf die Tabakblätter gesprüht wird, um diese zu befeuchten. Glycerin verleiht Kautabak zudem einen süßen Geschmack. Die restlichen 25 % des Glycerinverbrauchs verteilen sich auf verschiedene industrielle Anwendungen. Es findet Verwendung in Hustensäften und Elixieren. In der Industrie ist Glycerin Bestandteil von Schmierstoffen, Weichmachern, Klebstoffen, Frostschutzmitteln, Harzen und Isolierschäumen. Früher wurde es fast ausschließlich in nitrierter Form als Sprengstoff eingesetzt (siehe Nitroglycerin), was heute etwa 3 % seines Verbrauchs ausmacht.
Glycerin ist ein Feuchthaltemittel, das in Feuchtigkeitscremes verwendet wird. Es bindet Wasser und kann Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen, wodurch die Haut Feuchtigkeit speichert. Glycerin wurde umfassend auf seine feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften untersucht. Basierend auf den verfügbaren Daten gilt Glycerin als wirksames Hautfeuchtigkeitsmittel. Seine Wirkung beruht zumindest teilweise darauf, dass es enzymatische Reaktionen in der Haut fördert und dadurch die Abschilferung der Hornzellen unterstützt. Glycerin verbessert außerdem die Verteilbarkeit von Cremes und Lotionen. Es ist eine klare, sirupartige Flüssigkeit, die durch die chemische Verbindung von Wasser und Fett, meist aus Pflanzenöl gewonnen, entsteht. Obwohl Glycerin im Allgemeinen keine Allergien auslöst, kann es in konzentrierten Lösungen komedogen wirken und die Schleimhäute reizen.
Glycerin wird sowohl bei der Probenvorbereitung als auch bei der Gelbildung für die Polyacrylamid-Gelelektrophorese verwendet. Glycerin (5–10 %) erhöht die Dichte der Probe, sodass diese sich am Boden der Geltaschen absetzt. Es dient außerdem zur Unterstützung der Herstellung von Gradientengelen und als Proteinstabilisator sowie als Bestandteil des Lagerpuffers.
Als Lösungsmittel, Feuchthaltemittel, Weichmacher, Weichmacher und Süßungsmittel wurde es unter anderem bei der Herstellung von Nitroglycerin (Dynamit), Kosmetika, Flüssigseifen, Likören, Süßwaren, Schwärzungs-, Druck- und Kopierfarben, Schmierstoffen, elastischen Klebstoffen und Bleioxidklebern verwendet. Es diente zur Geschmeidigkeit von Textilien, zum Schutz von Baumwolldrucken, für Druckwalzen und Hektographen, zum Frostschutz von Windschutzscheiben, als Frostschutzmittel in Automobilen, Gaszählern und Hydraulikhebern sowie in Stoßdämpferflüssigkeiten. In der Fermentation diente es als Nährstoff bei der Antibiotikaherstellung. Es wurde auch als pharmazeutischer Hilfsstoff (Feuchthaltemittel, Lösungsmittel, Trägerstoff) eingesetzt. Leffingwell und Lesser (a.a.O.) nennen 1583 verschiedene Anwendungsgebiete.
Verpackung und Versand
250 kg/Fass oder nach Kundenwunsch.
Gehört zu den Gemeingütern und kann per See- und Luftfracht transportiert werden.
Aufbewahrung und Lagerung
Haltbarkeit: 24 Monate ab Herstellungsdatum in ungeöffneter Originalverpackung, kühl, trocken und vor direkter Sonneneinstrahlung und Wasser geschützt lagern.
Belüftetes Lager, Trocknung bei niedriger Temperatur, Trennung von Oxidationsmitteln und Säuren.









